Gedenkstätte und Kulturort

Friedrich Schiller war weitgereist, teils freiwillig, teils weil er verfolgt wurde: Er formulierte Gedanken, die den Mächtigen seiner Zeit nicht immer genehm waren. Doch standen ihm stets auch Freunde zur Seite, die ihn gern bei sich aufnahmen. So auch die Körners in Dresden.

Als er zwischen September 1785 und Juli 1787 als Gast von Christian Gottfried und Minna Körner in Dresden lebte und dort einen großen Teil seiner Zeit auf dem Loschwitzer Weingut verbrachte, hat sich Schiller gelegentlich in das Gartenhäuschen des Anwesens zurückgezogen. Es liegt auf halber Höhe der Dresdner Elbhänge, nur etwa 500 Meter nördlich des Blauen Wunders, etwas unterhalb der Einmündung der Schevenstraße. Sein Standort gehörte früher zum Körner‘schen Weinberg, der sich vom Körnerweg an der Elbe bergauf zog. Bereits 1855, im Jahr von Schillers 50. Todestag, wurde an der Straßenseite des Gebäudes eine Gedenktafel angebracht, acht Jahre später das Schillerhäuschen als Gedenkstätte eingeweiht.


Die Ode „An die Freude“, das überschwängliche Loblied auf Humanität und Freundschaft, wurde in Dresden vollendet und vielleicht auf diesem Weinberg von den Freunden Schiller und Körner zum ersten Mal vorgetragen. In der späteren Vertonung durch Beethoven ist die Ode heute die Hymne des vereinigten Europas. Das Schiller-Gedenken in Dresden, dessen lokaler Fixpunkt seit 150 Jahren das Schillerhäuschen ist, hat dem herausragenden kulturpolitischen Engagement der Dresdner Bürgerschaft bis heute mehrfach starke Impulse gegeben.
Diese vielfache Aufladung des Ortes und eine Dokumentation zu Schillers Dresdner Freunden, Werken und Verehrern lassen das Schillerhäuschen als einen kleinen Leuchtpunkt in der Dresdner Museumslandschaft erlebbar werden.


 

Kontakt
Schillerhäuschen
Schillerstraße 19
01326 Dresden

Telefon: 0351 4888600
E-Mail: sekretariat@museen-dresden.de
Schillerhäuschen als Teil der Museen Dresden

Öffnungszeiten
Ostern bis September
Sa + So: 10 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Eintritt: frei

 

 

Fotos: Museen der Stadt Dresden/PR (Ausstellung)/Carla Arnold (Header)/Franz Zadnicek (Büste+Aussen)