Viele Ideen, ein Netzwerk

Eine Vielzahl unterschiedlicher Partner hat sich in der Johannstadt zusammengetan, um gemeinsam aktiv zu werden für die Bürgerinnen und Bürger. Die ersten Projekte laufen – doch noch immer gibt es „offene Baustellen“.

Mit etwa 24.000 Einwohnern und einem, im Hinblick auf die Gesamtstadt, überdurchschnittlich hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund gelten die Stadtteile Johannstadt-Nord und Johannstadt-Süd im Ortsamtsbereich Altstadt berechtigt als bunt und dicht besiedelt.
Als eines von drei großen Gebieten des industriellen Wohnungsbaus in Dresden ergeben sich aber nicht selten auch sehr unterschiedliche Sozialstrukturen und verschiedene Bedarfslagen der Anwohner. An diesem Punkt setzt das „Netzwerk Johannstadt“ an. Seit seiner Gründung 2009 haben sich verschiedene Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Politik, Wohnungswirtschaft, Soziokultur, Gewerbe sowie Bildung und Forschung für eine Aufwertung und Erhaltung lebenswerter Stadtteile eingesetzt. Ziel war es vor allem, die Umsetzung von Förderprogrammen der Stadterneuerung zu begleiten und die dadurch entstehenden Ressourcen effektiv zum Einsatz zu bringen.
Wenngleich frühere Förderanträge leider nicht zum gewünschten Erfolg führten, kam Ende 2014 die positive Nachricht – die Nördliche Johannstadt wird zur „Sozialen Stadt“. Unverzüglich trat unter Leitung des Ortsamtes Altstadt das „Netzwerk Johannstadt“ zusammen, um die im Rahmen der Förderantragstellung erarbeitete Grobkonzeption zu beraten. Insgesamt stehen bis 2020 etwa 9 Mio. Euro, vornehmlich für investive Projekte, zur Verfügung. Bei den investiven Maßnahmen stehen die Stärkung bzw. Sicherung der sozialen Infrastruktur, wie z. B. Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Familienhilfe sowie Einrichtungen der Soziokultur im Vordergrund. Weiterhin soll der öffentliche Raum um den Bönischplatz aufgewertet werden. Darüber hinaus sollen die Flächen des ehemaligen Plattenwerkes besser angebunden und insbesondere die Attraktivität des Umfeldes gesteigert werden. Flankierend wird ein Quartiersmanagement installiert, das nach dem Vorbild anderer Stadtteile als Ansprechpartner zur Verfügung steht, Akteurinnen und Akteure vernetzt und die praktische Arbeit vor Ort initiiert.

Die konkreten Maßnahmen und deren zeitlicher Ablauf müssen im Rahmen eines integrierten Konzeptes verfeinert und justiert werden. Dies geschieht unter Beteiligung einer breiten Öffentlichkeit und des Netzwerkes Johannstadt. Durch eine mehrstufige Beteiligung kann sichergestellt werden, dass die lokalen Akteure mit ihren ganz unterschiedlichen Perspektiven den Prozess gewinnbringend begleiten und gestalten können. Mit der Umsetzung des Förderprogramms „Soziale Stadt“ soll weiterhin der Grundstein für nachgehende Förderungen aus europäischen Strukturfonds gelegt werden. Neben der Begleitung des Förderprogramms „Soziale Stadt“ organisiert das Netzwerk Johannstadt alljährlich eine Praktikums- und Lehrstellenbörse in der JohannStadthalle.
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Das Netzwerk Johannstadt wird auch künftig die Prozesse, Entwicklungen und Aktionen in den Johannstädter Stadtteilen unterstützen. Durch das Zusammenwirken von Institutionen verschiedener Branchen ergibt sich ein Perspektivmix, der der Entwicklung der Johannstädter Stadtteile auch weiterhin zuträglich sein wird.


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Fotos: Archiv Ortsamt Altstadt