„Jeder Tag steckt voller Phänomene“

Kinder wollen die Welt mit allen Sinnen erleben, ihren wunderlichen Geheimnissen auf die Spur kommen und nach den Sternen greifen. Dabei begleitet sie und ihre Eltern das Team der Kinderakademie. Elisabeth Wenzel und ihre Kollegen zeigen den Kindern, dass sie sich mit Fantasie, Kreativität und Durchhaltevermögen jeder Aufgabe stellen können.

Hallo Dresden: Eines Eurer Angebote ist der „Vorschulkurs“. Er erstreckt sich über ein ganzes Schuljahr. Einmal in der Woche kommen die Kinder für zwei Stunden zu Euch – woran arbeitet Ihr mit den Kindern? Und womit verbringen die Kinder die Zeit?
Elisabeth Wenzel: Entdecken, erleben, verstehen – daran orientieren wir uns bei unseren Angeboten. Experimente, Arbeitsblätter, Bastelarbeiten und Ausflüge sind immer dabei. So vermitteln wir den Kindern die Themen spielerisch: Sprache, Mathematik, Natur, Kunst, Bewegung… Dank der kleinen Gruppen ist es den Trainern möglich, gezielt auf jedes Kind und seine Bedürfnisse einzugehen. Häufig arbeiten wir auch an Wunschthemen der Kinder – so dass ein „Schuljahr“ in der Kinderakademie sicher nicht langweilig wird. Übrigens haben die Eltern auch die Möglichkeit unseren Kurs nur ein halbes Jahr zu buchen, gerade kurz vor dem Schuljahresbeginn wird dieses Angebot gern genutzt.

Hallo Dresden: Das Vorschulprogramm scheint ja schon recht konkret auf die Schulvorbereitung ausgerichtet…
Elisabeth Wenzel: Das stimmt, auch die Vorschulprogramme in den Kitas sind schon sehr konkret, allerdings werden diese in den Einrichtungen sehr unterschiedlich gelebt. Die Auffassungsgabe der Vorschüler in den Kitas reicht oft weit über die Vorschulangebote der Einrichtungen hinaus. Hier bringen wir uns ein: Vor allem kann man schon früher mit altersgerechter Vermittlung von Wissen beginnen. Dabei ist es wichtig, die Freude am Lernen beim Kind zu wecken. Dies ist nicht schwer, denn die liebste Frage in diesem Alter ist: Warum? Jeder Tag steckt voller Phänomene, die es auf spielerische Art zu entdecken gilt.

 

Hallo Dresden: Wann weiß ich denn, ob der Vorschulkurs für mein Kind sinnvoll ist bzw. wann hältst Du es sogar für nötig, dass ein Kind einen solchen Kurs besucht?
Elisabeth Wenzel: Immer dann, wenn man als Eltern das Gefühl hat, mein Kind hat noch mehr Fragen, als es in der Kita Antworten bekommt, können wir unterstützen. Es kommen aber auch Kinder zu uns, die eine Förderung in speziellen Bereichen, wie beispielsweise der Feinmotorik, der Sprache oder dem Selbstbewusstsein benötigen.

Hallo Dresden: Eltern stellen in der Regel die Vertrauensfrage: Sie möchten sich darauf verlassen, ihre Kinder in „gute Hände“ zu geben. Wer kümmert sich bei Euch um die Kinder?
Elisabeth Wenzel: Unsere Trainer sind überwiegend Pädagogen, viele sind Sozialpädagogen. Ich selbst bin im Marketing zu Hause und habe verschiedene pädagogische Zusatzqualifikationen erworben und zu allererst bin ich Mutter.

Hallo Dresden: Wenn die Kinder bei Euch sind: Was ist wichtig, damit die jungen Forscher bei der Sache bleiben?
Elisabeth Wenzel: Wichtig ist die Freude am Lernen! Dafür machen die Kinder bei uns selbst die Entdeckungen und erleben den Aha-Effekt. Das ist ein wichtiger Baustein für die Motivation. Und wenn die Kinder ihren Eltern ganz aufgeregt von den neuen Entdeckungen berichten, gehen sie beim nächsten Mal wieder mit viel Freude an neue Aufgaben.

 

Hallo Dresden: Geht „erfahren“ und „erleben“ nicht auch draußen?! Warum sollten die Kinder nachmittags in die Kinderakademie kommen – und nicht rausgehen auf den Spielplatz oder an die Elbwiesen?
Elisabeth Wenzel: Das eine schließt das andere ja nicht aus. Auch wir erleben mit unseren Kindern beispielsweise die verschiedenen Jahreszeiten im Außenbereich der Akademie. Ebenso benötigen wir auch Naturmaterialien für unsere Experimente, die wir gern mit den Kindern gemeinsam suchen. Unsere Räumlichkeiten geben uns aber die Möglichkeit auch bei schlechter Witterung spannende Experimente durchzuführen und unsere Entdeckungen zu dokumentieren.

Hallo Dresden: Eure „Entdeckerkurse“ sind kleine Wissens-Spiel-Bausteine, die Ihr individuell zum Beispiel im Rahmen einer Kindergeburtstagsfeier, anbietet. Sie richten sich an Kinder zwischen 4 und 10 Jahren. Sind in diesem Alter nicht eigentlich die Kita und dann die Schule, die Einrichtungen, in denen Wissen vermittelt wird?
Elisabeth Wenzel: Ja, natürlich sind Kita und Schule in allererster Linie, die Wissensvermittler. Wir verstehen uns als Ergänzung für all jene, die mehr wissen wollen oder auf der anderen Seite eine besondere Förderung bedürfen, auch bei der Ausbildung der Persönlichkeit. Die Kinderakademie ist als außerschulischer Lernort entstanden, als Extrakt eines gemeinnützigen Schulprojektes. Ein Bildungshaus für Kinder im Alter von 4 bis 10, das war das Ziel des damaligen Projektes und das sind wir auch heute.


 

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Fotos: Archiv Kinderakademie Dresden